Die Erfahrungen belegen, dass der größte Teil von Unfällen vermeidbar gewesen wäre. Neben den nervlichen Belastungen richten Sie auch einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden an. Ein nicht unerheblicher Teil an Ausgaben für Versicherungen, Reparaturkosten, Ausfallzeiten usw. kann gespart werden, wenn die Prinzipien von „Behavior Based Safety“ im Unternehmen umgesetzt werden.
Das Besondere von BBS ist
- der Schwerpunkt auf der Sammlung von Daten,
- die besondere Beachtung dessen, was Menschen für die Sicherheit tun,
- das Treffen von Entscheidungen auf Grundlage dieser Daten sowie
- die Anerkennung des sicherheitsförderenden Verhaltens im Gegensatz zur bloßen Bestrafung von Risikoverhalten.
Dabei wird die Kompetenz der Mitarbeiter gefordert: BBS ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der von den Mitarbeitern vorangetrieben wird. Sie werden in die Lage versetzt immer besser Risikoverhalten identifizieren zu können.
Mit Hilfe des BBS-Programms werden Mechanismen zur sinnvollen und unmittelbaren Rückmeldung der Fahrsicherheit entwickelt. Dabei wird der Schwerpunkt auf die positiven Aspekte gelegt, nicht auf die Schwächen – denn nur wenn Feedback nicht als Bestrafung verwendet wird, kann es Verhalten effektiv formen. Gute Leistung in Sachen Arbeitssicherheit sollte auch anerkannt werden und sich lohnen.
Verbesserungen auf dem Gebiet der Transportsicherheit können nur über einen verhaltensorientierten Ansatz gelingen. Dessen Komponenten – deren Wirksamkeit sowohl in der täglichen Praxis als auch in wissenschaftlichen Experimenten gut dokumentiert ist – sind:
- die strukturierte Beobachtung von Verhalten und das Feedback darüber,
- eine ebenso strukturierte Auswertung dieser Beobachtungsdaten,
- konkrete, verhaltensorientierte Ziele zur Verbesserung der Arbeitssicherheit und
- die geregelte Anerkennung der Fortschritte und der Zielerreichung.
Diese Komponenten erscheinen sehr einfach und eingängig, so dass viele die damit verbundenen Schwierigkeiten unterschätzen.
Unfälle passieren nicht aus heiterem Himmel. Man spricht hier von der Sicherheitspyramide. Viele unsichere Handlungen und Bedingungen führen zu weniger Beinahe-Unfällen, zu noch weniger Erste-Hilfe-Fällen, zu noch weniger protokollierten Arbeitsunfällen, zu noch weniger verlorenen Arbeitstagen und zu sehr wenigen Todesfällen. Das heißt, es können sehr viele unsichere Handlungen auftreten, ohne dass es zu Unfällen oder gar Todesfällen kommt, aber die unsicheren Handlungen stellen gewissermaßen die Basis der Unfälle und Todesfälle dar.
BBS – Behavior Based Safety – versucht, die unsicheren Handlungen zu reduzieren, indem der Anteil des sicheren Arbeits- und Fahrverhaltens erhöht wird. Dieser Ansatz begründet sich u. a. aus der Erkenntnis, dass sich Verhalten besser durch Verstärkung als durch Bestrafung formen lässt.
Durch die Einführung des BBS-Fahrtrainings werden folgende Ziele verfolgt:
Erhöhung der Sicherheit beim Straßentransport
BBS ist ein Programm mit dem Ziel die Scherheit im Straßentransport durch die positive Beeinflussung des Fahrerverhaltens über Beobachtung, Schulung und Kommunikation zu steigern. Dabei stehen die Gefahrguttransporte besonders im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Verringerung der Bußgelder
Das BBS-Fahrtraining sichert den aktuellen Kenntnisstand und die notwendige Sensibilisierung zu den Regelungen im Straßenverkehr. Das führt zur bewussteren Einhaltung aller Bestimmungen.
Vermeidung von Verkehrsunfällen
Durch das BBS-Fahrtraining wird eine starke Verringerung der Zahl der unsicheren Handlungen erreicht, die die Voraussetzungen für weit über 90 % aller Verkehrsunfälle darstellen.
Einsparung von Kraftstoffkosten
Die Ergebnisse eines niederländischen Pilotprojektes zeigen, dass der Kraftstoffverbrauch um 4 – 8 % reduziert werden kann.
Sicherung niedriger Versicherungsprämien
Weniger Unfälle führen zu höheren Rabatten bei den Versicherungen.
Verringerung der Instandsetzungskosten
Eine ökonomische, vorausschauende und unfallfreie Fahrweise führt zwangsläufig zu geringeren Aufwendungen für Reparaturen und Wartungen.
Vermeidung von Umweltschäden
Eine vorausschauende ökonomische Fahrweise verringert nicht nur den Kraftstoffverbrauch, sondern auch die Emissionen. Weniger Unfälle führen auch zu weniger Umweltbelastung durch auslaufendes Transportgut wie z. B. wasserverunreinigende Stoffe oder Chemikalien.
Zusammenfassend wird sich das Programm positiv auf die Kosteneffektivität des Transportunternehmens auswirken. Darüber hinaus verbessert sich der Ruf des Unternehmens durch seine hohe Zuverlässigkeit und die niedrige Anzahl von Vorkommnissen. Das beeinflusst das gesamte Betriebsklima und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter positiv.
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